Hintergrund

Präventionen umfassen all jene Konzepte, Programme und Maßnahmen, die dem Erhalt von Gesundheit dienen, die Verschlechterung des Gesundheitszustandes oder den (Wieder-) Eintritt von Erkrankungen verhindern. Der Begriff Prävention leitet sich vom lateinischen Wort praevenire = zuvorkommen, vorbeugen ab.

MediCoach möchte Studierenden an der CharitéUniversitätsmedizin Berlin im Umgang mit studienbedingten Stressbelastungen zur Seite stehen und somit verhindern, dass sich Stressrisiken in einer Erkrankung manifestieren (Primärprävention). Weiterhin zielt die Beratung darauf ab, stressbedingte und andere Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und eine Genesung zu unterstützen (Sekundärprävention) sowie das erfolgreiche Absolvieren des Studiums trotz gesundheitlicher Beeinträchtigung zu fördern (Tertiärprävention).

Primäre Prävention

Die Primäre Prävention hat die Verhütung von Erkrankungen bei Gesunden zum Ziel. Dadurch soll die Inzidenzrate einer Erkrankung, d.h. die Anzahl der  Neuerkrankungen für eine bestimmte Krankheit innerhalb eines bestimmten Zeitraums für eine bestimmte Gruppe, gesenkt werden, z.B. durch Schutzimpfungen.

Beispiel für Maßnahmen der primären Prävention:
Studiencoaching bei studiumsbedingtem Stress, um einen gesundheitsfördernden Umgang mit den Arbeitsanforderungen zu erlernen und so auch möglicherweise daraus folgende Erkrankungen längerfristig  zu verhindern (z.B. Angststörungen, psychosomatische Erkrankungen).

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Sekundäre Prävention

Sekundäre Prävention zielt auf die Früherkennung von Krankheitsfaktoren, d.h. auf eine möglichst frühzeitige, effektive Krankheitsbehandlung, z.B. durch Vorsorgeuntersuchungen. Dadurch soll das Auftreten einer gesundheitlichen Belastung in einer bestimmten Risikogruppe gesenkt werden.

Beispiel für Maßnahmen der sekundären Prävention:

Strategien für den Umgang mit stressbedingten körperlichen und psychischen Symptomen (z.B. Arbeitsstörungen) sowie deren sozialen Konsequenzen (z.B. Versäumen von Klausuren) entwickeln und in den Studienalltag transferieren.

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Tertiäre Prävention

Maßnahmen der tertiären Prävention werden eingesetzt, wenn eine Erkrankung bereit ein fortgeschrittenes Stadium erreicht hat. Ziel ist es, Folgeschäden körperlicher, psychischer oder sozialer (z.B. Verzögerung oder sogar Abbruch des Studiums) Art, das Fortschreiten von Erkrankungen oder das Auftreten von Rezidiven, d.h. das Wiederauftreten der Symptome zu verhindern.

Beispiel für Maßnahmen der tertiären Prävention:

Unterstützung beim Wiedereinstieg nach Unterbrechungen des Studiums aufgrund von Erkrankungen oder anderen Lebensereignissen mit gleichzeitiger Anpassung der individuellen Arbeitskultur an die persönlichen Bedürfnisse und die eigene Leistungsfähigkeit

Literatur: Caplan, G. (1964). An approach to community mental health. Tavistock: London.

 

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